Die Welt der Wärmepumpen

Geschichte

Die Geschichte der Wärmepumpe reicht bis in die Anfänge des 19. Jahrhunderts zurück. Der Franzose Carnot veröffentlichte 1824 erste physikalisch-technische Grundsätze zur Wärmepumpe. Sie entsprechen dem Wirkprinzip einer Kältemaschine (Kühlschrank), bei der mit Hilfe eines Kältemittels und den physikalischen Prozessen Verdichten und Verdampfen die Wärme einem Raum entzogen und an die Umwelt abgegeben wird. Der Amerikaner Jacob Perkins baute 1834 die erste Kompressionskältemaschine. Der britische Gelehrte William Thomson alias Lord Kelvin konnte schließlich 1852 nachweisen, dass das Prinzip der Kältemaschine auch zum Heizen anwendbar ist. Zudem wies er nach, dass zum Heizen mittels Wärmepumpe weniger Primärenergie benötigt wird als beim direkten Heizen, weil die von der Wärmepumpe aufgenommene Energie aus der natürlichen Umgebung (Luft, Wasser, Erde) entnommen wurde und so ein Plus an Energie bedeutet.

Während viele Jahrzehnte später nach dem Ersten Weltkrieg der Siegeszug des Kühlschrankes in Privathaushalten vorwiegend in den USA begann, ließ der Einsatz von Wärmepumpen noch Jahre auf sich warten. Unter dem Eindruck der Weltwirtschaftskrise 1929 wurde versucht, wirtschaftlich sehr rentable Anlagen zu errichten. Erste größere Wärmepumpenanlagen zur Beheizung von Gebäuden entstanden in der Stadt Zürich (Schweiz). Die erste erdgekoppelte Wärmepumpe ging 1945 in den USA in Betrieb. In Deutschland kam die erste Erdwärmepumpe im Jahr 1969 zum Einsatz.

Quelle: Wikipedia/Bundesverband Wärmepumpe e.V.